Musik hören beim Arbeiten oder Lernen – kann es die Produktivität steigern?

Auf diese Frage können uns vor allem diejenigen antworten, die Musik gerne hören. Viele Studien haben gezeigt, dass Musik auf uns sehr starke Wirkungen hat. Wir hören sie meistens in unserer Freizeit, morgens beim Joggen, an der Bushaltestelle und in vielen anderen Situationen. Die Musik wirkt motivierend und sie erfrischt unseren Alltag. Schlecht gelaunt? Kopfhörer und unsere Lieblingssongs können uns in kurzer Zeit aufmuntern.

Ist das Musikhören bei der Arbeit überhaupt erlaubt?

Um die Frage, ob Musik hören bei der Arbeit die Produktivität steigert, zu beantworten, müssen wir zunächst einige Dinge klären. Nicht in jedem Büro und Arbeitsplatz ist das Musikhören auch erlaubt, aber generell gilt es: Wenn der Angestellte seine Arbeitspflichten erfolgreich erledigt, gibt es keine Begrenzungen vom Chef. Leider gibt es auch solche Arbeitgeber, bei denen Musik bei der Arbeit immer noch wie ein Dorn im Auge ist.

Die Wissenschaftler der Universität in Leipzig haben herausgefunden, dass beim Hören unserer Lieblingslieder die gute Laune steigt und bei der Arbeit eine höhere Effektivität erzeugt. Auch viele Arbeiter sagen, dass die Musik die Konzentration und Produktivität positiv beeinflussen kann. Obwohl sie positiv auf unsere Motivation wirkt, muss man Musik jedoch in begrenzter Lautstärke hören. Sie darf bei der Arbeit nicht im Zentrum unserer Aufmerksamkeit sein. Dann passieren häufig Fehler und mit den Fehlern kommen auch Konsequenzen. Die passive Wahrnehmung der leise spielenden Musik im Hintergrund bei der Arbeit sorgt dagegen für eine höhere Produktivität, aber nur dann.

Vor- und Nachteile des Musikhören beim Arbeiten

Die Vorteile der Musik bei der Arbeit sind daher offensichtlich, denn Musik macht uns glücklich und reduziert Stress. Es gilt aber auch die Nachteile zu nennen. Eine Überquerung der Grenze im Sinne der Lautstärke ist ein großer Nachteil. Aggressive Musik eignet sich nicht gut für eine Arbeitsumgebung, in der mehrere Menschen arbeiten. Bei einer aggressiven und lauten Musik verlieren wir schnell unsere Konzentration. Nicht nur wir, sondern auch unsere Arbeitskollegen leiden darunter. Unser Gehirn kann sich dabei nicht entscheiden, ob es die Musik hört oder die Arbeit erledigt.

Die Geschmacksfrage ist auch ein Problem. Nicht jeder mag die gleiche Musik und es ist schwer eine Musikrichtung zu treffen, besonders in einer Arbeitsumgebung wo Verschiedenheit herrscht. Am besten ist es sich mit den Kollegen über die Musikrichtung zu einigen oder man greift zu den Kopfhörern.

Musik und lernen – geht das?

Musik hören beim Lernen ist bei vielen Schülern etwas selbstverständliches. Sie hat einen großen Einfluss auf unsere Gefühle und damit auch auf unsere Stimmung. Traurige oder zu energische Musik ist daher fürs Lernen eher ungeeignet. Musik kann uns aber dennoch helfen, Barrieren im Kopf zu beseitigen und sie hilft den Lernstoff besser zu verarbeiten. Die beste Musik fürs Lernen oder auch für die Arbeit, ist klassische Musik. Die Töne sind nicht aggressiv und die Musikstücke haben keine Lyrik. Und das ist gut, weil wir den Liedern mit Lyrik vielmehr Aufmerksamkeit schenken und dabei unsere Konzentration von der Arbeit und dem Lernen weiterleiten. Unser Gehirn arbeitet und lernt schneller, wenn relaxierende Geräusche im Hintergrund spielen.

Um den Stress beim Lernen loszuwerden ist es gut in den Lernpausen unsere Lieblingslieder anzuhören. Das steigert die Motivation und den Willen fürs Lernen. Neben der klassischen Musik, die fürs Lernen geeignet ist, gibt es für die Arbeit auch andere geeignete Musikrichtungen, so etwa Ambient Musik, Relax Musik oder ganz einfach die Geräusche der Natur.

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